Erfahrungsbericht 2015

Meine Phillis Award Reise – von Torben Hörnschemeyer

Meine USA-Reise im Rahmen des Phillis Awards begann am 08.07.2015 am Flughafen Münster/Osnabrück. Von da aus ging es in einem kurzen Flug zum Frankfurter Flughafen und von dort weiter nach Boston. Nach acht Stunden Flugzeit landete ich um kurz vor 20 Uhr Ortszeit am Boston Logan Airport, wo mich bereits der Inside Rakete Spieler Christoph Köble erwartete.

Torben mit Christoph Köble

Torben mit Christoph Köble

Christoph absolvierte im Sommer ein Praktikum bei Mike Boyle Strength & Conditioning in Boston und hatte sich bereit erklärt, mich zu meiner Gastfamilie nach Amherst zu fahren. Die Autofahrt dauert ca. 1,5 Stunden, sodass wir gegen 22 Uhr bei meiner Gastfamilie ankamen. Die Familie besteht aus den Eltern Benjamin und Julia, ihrem Sohn Solomon (17) und den beiden Töchtern Talia (19) und Noe (12), sowie dem Welpen Windsor. Diese Gastfamilie hatte Josh McCarthy, der Trainer von Boston Ironside, für mich gefunden. Josh ist mit Stefan Rekitt, dem Trainer der deutschen Open Nationalmannschaft, befreundet und hat auch schon in der Vergangenheit geholfen, die Unterbringung der Phillis Award Gewinner in Gastfamilien zu organisieren.

Die Gastfamilie

Den Donnerstagmorgen nutzte ich dazu, meine Gastfamilie erst einmal richtig kennen zu lernen. Ich wusste zwar im Voraus von Stefan Rekitt, dass Benjamin und Julia beide Deutsch sprechen konnten, aber es überraschte mich doch ziemlich zu hören, dass Benjamin an der University of Massachusetts als Linguistikprofessor für die Fächer Deutsch und Italienisch arbeitet und (annähernd) perfektes Deutsch spricht. Was aber noch viel überraschender war: Julias Vater Dietrich war vor gut 50 Jahren aus Ohrbeck, einem kleinen Ort ca. 15 km von meiner Heimatstadt Osnabrück, in die USA ausgewandert. Zu seinem ehemaligen Zuhause brauche ich in Osnabrück mit dem Auto maximal 20 Minuten! Da das Ganze nicht abgesprochen war und wir auch alle vorher nichts von diesem Zufall wussten, waren natürlich alle ziemlich überrascht und Julia beschloss spontan, ihre Eltern in ihrem kleinen Strandhaus an der Ostküste in Rhode Island besuchen zu fahren. Also ging es am frühen Nachmittag auch direkt wieder weiter Richtung Meer. Dort angekommen lernte ich Julias Schwester und deren Tochter kennen, die auch spontan aus Vermont nach Rhode Island gefahren waren, und natürlich Dietrich und seine Frau. Bei etwa 35 Grad verbrachten wir die meiste Zeit am 300 Meter entfernten Strand. Insgesamt blieben wir von Donnerstagnachmittag bis Samstagvormittag in dem kleinen Strandhaus und fuhren dann zurück nach Amherst, wo am Samstagnachmittag das National Ultimate Training Camp (NUTC) losging.

Das NUTC

In Amherst angekommen suchte ich schnell alle Sachen zusammen, die ich für die nächsten fünf Tage im Camp brauchen würde.  Dann ging es auch schon los zur Anmeldung, wo ich praktisch als „Ehrengast“ aus Deutschland direkt von allen Betreuern und von der Camp-Gründerin und -Leiterin Tiina Booth begrüßt wurde. Nach einem kurzen Eingangsgespräch mit Tiina brachte ich alle meine Sachen auf mein Zimmer, wo ich meinen „Mitbewohner“ Mason kennenlernte. Mason war sozusagen ein NUTC-Veteran und bereits das fünfte Mal im Camp. Er konnte mir deshalb in den nächsten Tagen immer helfen, wenn ich irgendetwas im Ablauf nicht richtig verstanden hatte. Da die Unterkünfte nach Alter eingeteilt wurden, war ich auf dem obersten Flur mit den anderen zwölf ältesten Spielern untergebracht, von denen ich der mit Abstand älteste Teilnehmer war. Außerdem hatten auf jeder Etage noch zwei Betreuer ihr Zimmer. Das waren bei uns Anthony Nunez, der Headcoach des MLU-Teams „New York Rumble“, und Miles Montgomery-Butler, Spieler von Boston Ironside und Boston Whitecaps (ebenfalls ein MLU-Team). Am Samstagnachmittag spielten wir noch ca. zwei Stunden lang Pick-Up in bunt zusammengewürfelten Teams, um alle anderen Jugendlichen und Betreuer erst einmal kennenzulernen, bevor es dann am Sonntag richtig losging.

Am Sonntag drehte sich alles um die Fundamentals und darum, dass sich die Betreuer ein Bild von allen Spielern machen konnten. Am Vormittag wurde zuerst einmal das Werfen geübt/getestet und danach der vertikale Stack erklärt. Nachmittags wurden dann zusätzlich noch grundlegende Cutting-Techniken und das Handler-Movement besprochen, sodass am Ende die Basics für die Offense abgehakt waren. Für mich war tatsächlich der eigentlich so einfache vertikale Stack besonders irritierend und das wohl größte „Problem“ im Camp. Aus Deutschland war ich es gewohnt, einen mittigen Stack mit dem Dump 45 Grad auf der offenen Seite dahinter zu spielen. Beim NUTC spielt man einen Vert-Stack aber standardmäßig eher auf die geschlossene Seite verschoben und den Dump immer auf gleicher Höhe auf der geschlossenen Seite platziert. Das Ganze hat den Sinn, dass Cutter, ähnlich wie in einem Sidestack, einen riesigen freien Raum auf der offenen Seite zur Verfügung haben, um sich in einem eins-gegen-eins Duell gegen ihren Gegenspieler durchzusetzen. Hinzu kommt, dass man dadurch den Druck von den Aufbauspielern nimmt, unbedingt einen Break werfen zu müssen. Die Coaches nennen diese Art von Offense eine „Cutter-driven Offense“ (im Gegensatz zur mir aus Deutschland bekannten Variante, der „Handler-driven Offense“). Hierbei gibt es nicht DEN EINEN Handler, der andauernd die Scheibe verteilt, und es gibt auch nicht DEN EINEN Cutter, der sich jede zweite Scheibe abholt. Jeder Handler wird nach dem Werfen praktisch zum Cutter im Stack und jeder Cutter, der die Scheibe bekommt, wird wieder zum Handler. Dadurch werden die Jugendspieler in den USA nicht von Anfang an auf eine Rolle festgelegt und müssen ständig beides machen: sich als Cutter freilaufen und dann die Scheibe als Handler weiterverteilen. Um dieses System zu verstehen, brauchte ich etwas Zeit, da ich diese Variante noch nie zuvor gespielt hatte und auch schon so kleine Veränderungen den Spielfluss riesig verändern.

Abends fand die Team-Night statt, wo die sechs Teams für die restlichen vier Tage des Camps bekannt gegeben wurden. Die beiden Coaches meines Teams waren Sophie, die gerade mit Boston Brutesquad den amerikanischen Meistertitel gewonnen hat, und Zach, der mit dem MLU-Team DC Current spielt. Den restlichen Abend ging es dann darum, in kleinen Teamspielen, wie z.B. im gedankliches Schiffe versenken oder in einem Schere-Stein-Papier Turnier, gegeneinander anzutreten und seinem Team das Recht zu sichern, sich als erstes seine Trikotfarbe aussuchen zu dürfen. Da wir dabei leider letzter wurden, bekamen wir die am Ende übrig gebliebene Trikotfarbe Gelb zugeteilt.

Ab Montag trainierte man hauptsächlich in seinen Teams, um sich optimal auf das große NUTC-Turnier vorzubereiten, was am Ende des Camps gespielt wurde. Für uns stand am Montag die Split-Stack Offense auf dem Programm. Unsere Trainer Zach und Sophie wollten die Offense zwar im Turnier nicht mit uns spielen, die Taktikeinheit zum Split-Stack sollte uns aber helfen, besser miteinander zu kommunizieren und unser Timing aufeinander abzustimmen. Dazu machten wir mehrere Übungen und testeten nach ca. einer Stunde das gerade Gelernte in kleinen Spielen auf fünf Punkte gegen ein anderes Team.

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Torben mit seinem NUTC Team

Am Nachmittag stand dann das große Spiel der Campteilnehmer gegen die Betreuer an, in dem wir in selbst zusammengestellten kleinen Teams immer zwei Punkte gegen das Betreuer All-Star Team spielten. Am Ende fiel das Spiel mit einem 19:5 Endergebnis leider relativ deutlich zugunsten der Betreuer aus; aber alle hatten riesig viel Spaß und der ein oder andere Collegestar wurde auch ab und zu von einem unserer Spieler „vernascht“.

Dienstag war der Pink Tuesday und alle hatten verrückte pinke Outfits an. Spieltechnisch ging es hauptsächlich um die Defense, nachdem am Sonntag und Montag grundlegende und teamspezifische Offense-Taktiken einstudiert wurden. Zuerst wurden noch in allen Teams die gleichen Übungen für die Manndeckung geübt und danach trainierte wieder jedes Team eine eigene Defense-Taktik ein, was für uns eine Pseudozonenvariante war.

Nachmittags spielten wir dann unser erstes Turnierspiel gegen Team Rot. Obwohl während des Spiels das erste (und nicht letzte) Mal ein Unwetter mit Starkregen aufzog, konnten wir das Spiel knapp mit 9:7 gewinnen, bevor der Rest des Tages wegen des schlechten Wetters abgesagt wurde. Leider fielen genau diesem Starkregen mein Handy und meine Digitalkamera zum Opfer, weswegen ich leider kaum noch Fotos aus den USA habe. Am Abend fand dann in den Unterkünften die Trading-Night statt, wo unter Anderem viele Profispieler aus Boston ihre Sachen vertauschten und verkauften.

Mittwoch drehte sich dann alles um das NUTC-Turnier. Nachdem durch den Regen am Dienstag und über Nacht die Rasenfelder, auf denen wir gespielt hatten, unbespielbar waren, mussten wir auf zwei Kunstrasenplätze ausweichen. In vier Spielen gegen die restlichen Teams zeigte unser Team Gelb, dass wir uns bereits zu einer wirklichen guten Mannschaft zusammengefunden hatten und dass Sophie und Zach ganze Arbeit mit den Taktiken geleistet hatten. Aber der für uns wichtigste Aspekt während des Turnier war die „mental toughness“, die Sophie und Zach mit uns thematisiert hatten. Noch am Teamabend hatten wir teaminterne Regeln aufgestellt, z.B. dass wir nie innerhalb eines Spiels über Fehler reden. Dadurch herrschte in unserem Team immer eine unglaublich gute Stimmung und auch wenn es bei uns mal nicht so gut lief, bauten wir einander wieder auf und fanden so immer wieder zu unserer Topleistung zurück. Meiner Meinung nach war das auch unser größter Vorteil gegenüber den anderen Teams, weswegen wir alle vier Spiele knapp gewinnen konnten, nachdem wir in jedem einzelnen Spiel zu Anfang mit mindestens zwei Punkten zurücklagen. Das war ebenfalls eine der besten und überraschendsten Erfahrungen während des Camps für mich, da ich vorher nicht einmal annähernd wusste, dass „mental toughness“ so eine enorme Rolle beim Ultimate spielt. Als einziges ungeschlagenes Team nach den fünf Poolspielen qualifizierten wir uns zusammen mit Team Rot direkt für das Halbfinale am Donnerstag, während die restlichen vier Teams noch ein Viertelfinale spielen mussten.

Donnerstag, also leider schon am letzten Tag des Camps, ging es dann für uns um den Camp-Titel. In unserem Halbfinale gegen Team Lila konnten wir in der ersten Hälfte, wie zuvor auch schon einfach nicht unser Spiel zeigen und lagen zur Halbzeit mit zwei Punkten zurück. Nach der Pause fanden wir aber schnell wieder unsere Form und konnten mit vier Breaks in Folge ins Finale einziehen, wo uns erneut Team Rot erwartete. Dieses Mal verschliefen wir den Start des Spiels nicht und konnten direkt mit 2:0 in Führung gehen und diese Führung bis kurz vor der Halbzeit halten. Mit allen anderen Teilnehmern und Betreuern an den Sidelines startete Team Rot aber ein Comeback und glich zum 6:6 aus. Glücklicherweise konnten wir aber unsere nächste Offense sicher verwerten und uns die Halbzeit sichern. Mit einem zweiten sicheren Offense-Punkt nach der Pause konnten wir unsere alte Führung von zwei Punkten wiederherstellen, mit der es dann ins Time-Cap ging. Obwohl es bei einem Spielstand von 10:8 eigentlich ein Spiel auf 11 gewesen wäre, gewannen wir das Finale und damit das NUTC-Turnier, nachdem Team Rot zum 10:9 punktete, da das Spiel schon zu lange dauerte und wir pünktlich mit der Siegerehrung anfangen mussten, die direkt im Anschluss an den Unterkünften stattfand. Als Preis für mehrere individuelle Verdienste wurden goldene NUTC-Scheiben verliehen, wovon ich eine für den „Most complete“ Teilnehmer und eine für den Turniersieg bekam. Kurz vor meiner Abreise hatte ich dann noch einmal die Möglichkeit, mich mit Tiina Booth zu unterhalten, wozu sie in den vergangenen Tagen leider keine Zeit gehabt hatte. Was den Abschied dann doch noch ein bisschen angenehmer machte, war die Einladung von Tiina, nächstes Jahr für zwei Wochen als Betreuer am NUTC teilzunehmen, der ich auf jeden Fall nachkommen will!

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Preisverleihung mit Tiina Booth

Dann war es leider auch schon Zeit sich von allen Leuten, die ich in den letzten fünf Tagen während des Camps kennengelernt hatte, zu verabschieden. Ich habe während des Camps viele neue Freunde gefunden und hatte eine unfassbar gute (wenn auch viel zu kurze) Zeit im NUTC, die ich nie vergessen werde!

Die freien Tage nach dem Camp

Am Freitag lernte ich dann endlich Solomon, den Sohn meiner Gastfamilie kennen, der zuvor an einem Mathecamp teilnehmen musste und deshalb nicht da war, als ich vor dem NUTC bei meiner Gastfamilie gewohnt hatte. Zusammen mit ihm und ein paar seiner Freunde waren wir am Freitag und Samstag Tennis und Basketball spielen und mehrmals schwimmen. Außerdem konnte ich bei zwei Terminen der BUDA (Boston Ultimate Disc Alliance) Summer League (eine Art Pick-Up Liga, die über den Sommer ausgespielt wird) mitspielen und habe dort noch einmal viele der Betreuer und Campteilnehmer vom NUTC, die in Amherst wohnten, wiedergetroffen.

Da ich am Dienstagabend bereits zurück nach Deutschland musste und auch noch Boston etwas kennenlernen wollte, vermittelte mich Josh, der Trainer von Boston Ironside, wieder an meinen vorherigen Flurbetreuer Miles. Bei ihm verbrachte ich die letzten Tage meiner USA-Reise. Da wir uns schon aus dem Camp kannten und er als Lehrer auf einer Militärschule gerade Ferien hatte, passte das perfekt. Also brachte mich meine Gastmutter Julia am Sonntag bis Somerville, einem kleinen Ort kurz vor Boston, von wo aus mich Miles mitnahm. Miles wohnt in einer 4er WG zusammen mit Alex Simmons (Ironside Captain) und ihren beiden Freundinnen Emily und Becca am Rande von Boston. Da alle vier am Sonntagnachmittag auf einer Hochzeit eingeladen waren, setzte mich Miles kurz an der WG ab und gab mir mit den Worten „Do whatever you feel like“ einen Haustürschlüssel und eine Karte für die U-Bahn. Ich verbrachte also den restlichen Sonntag damit, in Boston rumzuschlendern, mir ein erstes Bild von der Stadt zu machen und am späten Nachmittag mit den beiden Hunden von Miles spazieren zu gehen. Am Tag darauf führte Miles mich dann etwas in Boston herum. Vormittags zeigte er mir verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Boston Harbor und den Ort des Boston Massaker und dann aßen wir Mittag auf dem Dach des höchsten Gebäudes der Stadt, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über die Stadt aufs Meer hatte. Nach dem Essen gingen wir dann noch zusammen ins Boston Aquarium, bevor es dann zurück nach Hause ging. In der WG waren wir hauptsächlich damit beschäftigt, „die Siedler von Catan“, das absolute Lieblingsspiel von Miles und Alex, zu spielen, was sich irgendwann zu einem richtigen Wettkampf zwischen uns entwickelte.

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Torben mit seinen „WG“ Mitbewohnern in Boston

Am Dienstag, dem letzten Tag meiner Zeit in den USA, stand dann nochmal eins meiner Highlights an: Eine Trainingseinheit mit Christoph Köble bei Mike Boyle Strength & Conditioning, einem der besten Trainingscentren der Welt. Wie vorher schon erwähnt, hat Christoph diesen Sommer ein Praktikum bei Mike Boyle absolviert und hatte sich deswegen extra für Miles, Alex, Emily und mich die Zeit freigehalten, um uns einmal durch eines seiner Trainings zu führen. Los ging es mit einem ausführlichen Warm-Up, mit Einrollen und diversen Mobilisationsübungen, gefolgt von einem dynamischeren Teil, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Bereits nach ca. 15 Minuten waren alle schweißgebadet, weil es in dem Sporthallenkomplex gefühlte 40 Grad waren. Im Anschluss gingen wir nach draußen, um mit der Agilityleiter zu arbeiten, einbeinige Sprünge zu üben und uns mit den Medizinbällen zu quälen. Danach folgte ein Kraftteil, der sich auf der einen Seite um Druckübungen und auf der anderen Seite um Rumpfübungen drehte. Nach ca. einer 15 minütigen Sprinteinheit an den Sprintschlitten schlossen wir das Training mit einem brutalen 1-Meilen-Wettrennen auf dem Assaultbike und einem Intervalltraining auf den Slideboards ab. Dann war es auch hier wieder Zeit, sich zu verabschieden, da am Nachmittag meine Rückreise nach Deutschland anstand. Nach der Trainingseinheit waren meine Beine so zitterig, dass ich froh war, es noch bis zum Flughafen und in den Flieger geschafft zu haben.

Mein Fazit

Mein Fazit zum NUTC und zu meiner USA-Reise fällt durchweg positiv aus: Ich hatte eine unglaublich nette Gastfamilie, die zufälligerweise aus Osnabrück kommt und mich in den nächsten Jahren auf jeden Fall hier in Deutschland besuchen kommen will. Sie hat mir am Anfang meiner Reise einen perfekten Einstieg ermöglicht. Im NUTC, das für alle Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ausgelegt ist und sich hauptsächlich um die Grundlagen im Frisbee dreht, konnte ich als mit Abstand ältester Teilnehmer zwar nicht mehr so viel komplett Neues als Spieler dazu lernen, dafür aber umso mehr als Trainer. Ich hatte die Möglichkeit, mich mit einigen der besten Coaches und Spielern, die die USA zu bieten hat, zu unterhalten, mir von ihnen Tipps geben zu lassen und alle Fragen zu stellen, die ich schon immer loswerden wollte. Ich hoffe, dass ich diese Erfahrungen im nächsten Jahr an das U17-Open Nationalteam weitergeben kann und dass so noch mehr Leute davon profitieren. Ich kann euch allen nur empfehlen, euch in den kommenden Jahren für den Phillis Award zu bewerben! Ganz egal ob 14 oder 18, ob Junge oder Mädchen, ob man seit sieben Jahren oder vielleicht auch erst seit zwei Jahren Ultimate spielt: Bewerbt euch! Alleine die Chance, diese unglaubliche Erfahrung machen zu können, ist es alle Male wert!

Meg, Torben und Johannes

Meg, Torben und Johannes

Zum Schluss möchte ich mich noch bei all den Leuten bedanken, die dieses Erlebnis für mich möglich gemacht haben: Bei meiner Gastfamilie in Amherst, die mich so liebevoll aufgenommen hat, bei allen Betreuern und anderen Campteilnehmern, bei Miles und seiner WG und bei Josh McCarthy, dem Trainer von Boston Ironside, der alle Kontakte vor Ort hergestellt und koordiniert hat. Ebenfalls möchte ich mich bei Tiina Booth dafür bedanken, dass sie mit dem NUTC ein so tolles Event für Jugendliche ins Leben gerufen hat. Besonders aber bei Stefan Rekitt, Sonja Timmermann und allen anderen, die am Phillis Award beteiligt sind und die es Johannes, Meg und mir ermöglicht haben und hoffentlich noch vielen weiteren Jugendlichen ermöglichen werden, so eine einzigartige Erfahrung machen zu dürfen.

Torben Hörnschemeyer